
- Nur 5 bis 10 Prozent aller Verdachtsfälle bestätigen sich
- Betroffene Einrichtungen in Bottrop-Eigen wurden informiert
Im Bottroper Eigen werden heute zwei Verdachtspunkte auf Bomben überprüft: An der Tourcoingstraße liegen möglicherweise Blindgänger in der Erde. Bestätigt sich der Verdacht, wäre - je nach Größe der Bomben - eine aufwändige Evakuierung nötig. Dann müssten eventuell auch eine Kita, ein Seniorenheim und eine Kurzzeitpflege im Eigen geräumt werden. Alle Einrichtungen wurden schon informiert.
Die Stadt Bottrop weist aber darauf hin, dass nur in 5 bis 10 Prozent aller Überprüfungen tatsächlich eine Entschärfung notwendig ist. - Alle Bauherren müssen vor Baubeginn den Boden auf alte Munition prüfen lassen.
Darum ist die Blindgängersuche wichtig
Bauherren müssen vor Baubeginn grundsätzlich den Boden auf alte Munition prüfen lassen - darauf hat die Stadt Bottrop jetzt nochmal hingewiesen. Sie warnt: Immer wieder werden gefährliche Granaten und Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg plötzlich bei Bauarbeiten entdeckt – zuletzt häufiger, weil Bauvorhaben ohne Kontrolle gestartet wurden. Das verzögert die Arbeiten und kann gefährlich werden.
Wer eine Baugrube aushebt oder auch nur wenige Zentimeter Erde abträgt, muss eine Kampfmittelüberprüfung beantragen. Sonst droht die Stilllegung der Baustelle. Die Bottroper Stadtverwaltung empfiehlt, die Prüfung frühzeitig zu planen. Blindgänger können explodieren und Menschenleben gefährden.