Erdbeerernte in Kirchhellen leidet unter der Corona-Krise

Ähnlich wie beim Spargel haben die Landwirte in Gladbeck, Bottrop und Gelsenkirchen auch bei der Erdbeerernte in diesem Jahr Einbußen gehabt.

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  • Frost hat viele Erdbeeren kaputt gemacht
  • Große Nachfrage beim Selbstpflücken

Schuld seien teilweise fehlende Erntehelfer wegen der Einschränkungen durch die Corona-Pandemie. Der größere Übeltäter sei aber das Wetter gewesen, hat uns Bauer Umberg aus Kirchhellen gesagt. Die niedrigen Temperaturen haben für Blütenfrost gesorgt, sodass ein Großteil der Erdbeerfelder gar nicht abgeerntet werden konnte.

Viele Selbstpflücker

Der Hofverkauf und das Selbstpflücken wurden in diesem Jahr aber sehr gut angenommen. Die Nachfrage war in Gelsenkirchen und Kirchhellen größer als in den Jahren zuvor. Die Erdbeersaison endet spätestens Anfang August. Einige Landwirte bei uns haben jetzt schon die letzten Erdbeeren abgeerntet.

Auch Spargelsaison war schon besonders

Das Coronavirus hat vielen Landwirten in unseren drei Städten in diesem Jahr die Ernte und den Verkauf erschwert. Die Spargelsaison 2020 wird vielen Landwirten im Gedächtnis bleiben. Zum einen durften anfangs wegen der Corona-Beschränkungen keine Erntehelfer einreisen. Zum anderen fiel der Absatz über Gastronomie und Kantinen fast komplett weg. Je nach Fläche und Spargelsorte sei der Ertrag um bis zu 20 Prozent zurückgegangen, berichtet zum Beispiel ein Landwirt aus Kirchhellen.

Unterm Strich sind die Spargelbauern aber zufrieden mit der Saison. Weil die Leute mehr zuhause waren, wurde auch mehr Spargel in den Privathaushalten gekocht - der Verkauf in den Hofläden hat sich gesteigert. So komme man auf eine deutlich bessere Bilanz als zunächst erwartet, heißt es von den Landwirten.

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