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Kita-Sozialindex: Gelsenkirchen im Fokus von NRW-Plan
© Lars Fröhlich / FUNKE Foto Services
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Kita-Sozialindex: Gelsenkirchen im Fokus von NRW-Plan

Viele Kitas in Gelsenkirchen haben es nicht leicht: Die Familien drumherum haben oft wenig Geld, und zu Hause wird häufig kein Deutsch gesprochen.

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  • Sommer 2027 sollen Kitas mehr Geld bekommen
  • Geld für zusätzliche Sozialarbeit gedacht

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Das zeigt eine neue Untersuchung der Ruhr-Universität Bochum im Auftrag des Landes NRW. Und genau da will die Landesregierung jetzt ansetzen: Ab August 2027 sollen besonders betroffene Kitas zusätzliches Geld bekommen.

Dafür haben die Forscher einen sogenannten Kita-Sozialindex entwickelt. Damit wurden alle rund 10.800 geförderten Kitas in NRW in neun Stufen eingeteilt. Entscheidend waren zwei Dinge: Wie viel Kinderarmut gibt es im Umfeld der Kita, und wie viele Kinder sprechen zu Hause überwiegend eine andere Sprache als Deutsch. Laut der Untersuchung zählt Gelsenkirchen neben anderen Ruhrgebietsstädten wie Essen, Duisburg oder Dortmund zu den Städten mit den meisten Kitas in der höchsten Stufe.

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60.000 Euro extra pro Kita

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Konkret sollen landesweit erstmal rund 150 sogenannte Chancen-Kitas gefördert werden. Die bekommen laut Land jeweils 60.000 Euro pro Kita-Jahr obendrauf. Das Geld ist für zusätzliche Sozialarbeit gedacht. Heißt: Fachkräfte sollen Familien zum Beispiel beim Papierkram mit Behörden helfen, bei Anträgen unterstützen oder einspringen, wenn mal Geld für eine Winterjacke oder Gummistiefel fehlt. Für Familien in Gelsenkirchen könnte das heißen: Unterstützung gibt’s dann direkt um die Ecke, nämlich in der eigenen Kita.

Welche Einrichtungen in Gelsenkirchen am Ende wirklich profitieren, steht laut Familienministerium aber noch nicht fest. Im Blick sind vor allem größere Kitas in den beiden höchsten Indexstufen.

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Kritik: Zu wenige Kitas profitieren

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Und hier kommt der Haken: In ganz NRW haben laut Studie über 1.300 Kitas einen besonders hohen Unterstützungsbedarf. Gefördert werden sollen aber erstmal nur rund 150. Gewerkschaften und die Opposition im Landtag finden deshalb: Das reicht hinten und vorne nicht. Viele Kitas mit echtem Bedarf würden einfach leer ausgehen. Das Land selbst sagt, eine Ausweitung hänge vom Geld im Haushalt ab.

Wichtig ist dem Ministerium noch ein Punkt: Der Sozialindex sage nichts über die Qualität einer Kita aus. Er zeige nur, wie groß die sozialen Herausforderungen im Umfeld sind.

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