
- Über 60 Objekte werden durchsucht
- Ermittlungen richten sich gegen sieben Hauptbeschuldigte
Steuerhinterziehung und Geldwäsche im großen Stil: Deswegen laufen seit den frühen Morgenstunden Durchsuchungen in NRW, drei weiteren Bundesländern sowie in Spanien und der Schweiz. Geführt wird der Großeinsatz von der Polizei Recklinghausen, die auch für Gladbeck und Bottrop zuständig ist. Insgesamt sollen über 60 Objekte durchsucht werden.
Verdacht auf Geldwäsche über Firmennetzwerk
Die Ermittlungen richten sich gegen sieben Hauptbeschuldigte. Ihnen wird unter anderem bandenmäßige Steuerhinterziehung und Geldwäsche vorgeworfen. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft Düsseldorf, der Polizei Recklinghausen und des Landesamtes zur Bekämpfung der Finanzkriminalität sollen die Beschuldigten über ein international verzweigtes Firmennetzwerk Geld gewaschen und sich unberechtigt Vorsteuern erstattet haben lassen. Der vorläufige Schaden liegt den Behörden zufolge im zweistelligen Millionenbereich.
Zudem besteht der Verdacht, dass Luxusfahrzeuge unter Umgehung von Sanktionen über Drittstaaten nach Russland gebracht wurden.
Spezialeinheiten und Diensthunde im Einsatz
Bei dem Einsatz sollen mehrere Haftbefehle vollstreckt werden. Außerdem wollen die Behörden Vermögenswerte im zweistelligen Millionenbereich sichern. Die Polizei setzt dafür unter anderem Hundertschaften, Spezialeinheiten und Diensthunde ein. Auch Fahnderinnen und Fahnder des Landesamtes zur Bekämpfung der Finanzkriminalität sind beteiligt.
Ob auch in Gladbeck oder Bottrop durchsucht wird, ist bislang nicht bekannt. Weitere Angaben machen die Behörden derzeit mit Verweis auf das Steuergeheimnis nicht.