
- Akute Lebensgefahr wegen massiver Brandschutzmängel
- Über 40 Wohnungen wurden sofort dichtgemacht
Fast 40 Wohnungen haben die Behörden am Donnerstag (24.9.) sofort dichtgemacht und versiegelt. Das teilt das NRW-Bauministerium nach der Auswertung mit. Insgesamt hatten mehr als 100 Einsatzkräfte rund 140 Wohnungen in Gelsenkirchen, Duisburg, Essen, Hagen, Krefeld und Velbert unter die Lupe genommen. Was die Ermittler vor Ort vorgefunden haben, war laut Ministerium teilweise brandgefährlich. Gleich 14 Mal stießen die Teams auf akute Lebensgefahr beim Brandschutz, dazu kamen kaputte Stromleitungen, schwerer Schimmelbefall und Ratten. Für die betroffenen Bewohner ging es aus Sicherheitsgründen nicht mehr weiter: Sie mussten sofort raus und wurden anderweitig untergebracht. Die Kosten dafür wollen sich die Städte nun von den verantwortlichen Eigentümern zurückholen.
Meist stecken kriminelle Machenschaften dahinter
Hinter den maroden Häusern steckt laut den Behörden oft ein skrupelloses Geschäft: Vermieter und Arbeitgeber sollen gezielt Menschen in Not ausnutzen und ihnen Scheinjobs verschaffen, um unberechtigt an staatliche Gelder zu kommen. Neben den Wohnungsversiegelungen klickten bei der Razzia auch dreimal die Handschellen, weil offene Haftbefehle vorlagen. Außerdem ließen die Einsatzkräfte mehrere herrenlose Schrottautos direkt vor Ort abschleppen und verschrotten. Wie viele Verstöße davon in Gelsenkirchen entdeckt wurden, hat das Ministerium nicht mitgeteilt.