
- Tresorraum ist noch nicht wieder freigegeben
- Vernehmungen der Opfer gehen weiter
Nach dem spektakulären Einbruch in die Sparkasse in Gelsenkirchen-Buer Ende Dezember hat die Polizei ihre Arbeiten im Tresorraum beendet. Alle Spuren seien gesichert und alle Gegenstände sortiert worden, sagte eine Sprecherin der Polizei. Der Raum sei von der Staatsanwaltschaft aber noch nicht freigegeben worden. Die Gelsenkirchener Polizei hatte mit großem Personalaufwand Hunderttausende Gegenstände sortiert und ausgewertet, die auf dem Boden verstreut gelegen hatten. Dafür waren Sortierstraßen eingerichtet worden, an denen Ermittler im Schichtdienst gearbeitet hatten.
Nordrhein-Westfalens Innenminister Herbert Reul hatte im Innenausschuss des Landtags vor drei Wochen über den Tatort gesagt: «Das sieht aus wie eine Müllkippe.» Alles müsse akribisch untersucht werden. «Auf jedem dieser Gegenstände könnten relevante Spuren sein.»
Aufwändige Ermittlungen gehen weiter
Rund 350 Polizisten und Experten sind rund um die Uhr mit den Ermittlungen beschäftigt. Unter anderem laufen noch die Vernehmungen der betroffenen Schließfachkunden.
Ende Dezember hatten sich bislang unbekannte Täter über ein Parkhaus Zutritt zu der Bank verschafft und ein großes Loch in eine Wand gebohrt, um in den Tresorraum zu gelangen. Fast alle 3.250 Kundenschließfächer der Sparkassen-Filiale wurden aufgebrochen.