Tag der Sonnencreme: Fakten und Fun rund um Sonnenschutz

Bekommen nur Menschen mit Glatze einen Sonnenbrand auf dem Kopf? - Tipps, Fakten und Fun-Facts rund um den Sonnenschutz.

© Oliver Müller / WAZ FotoPool

Sonnencreme hält den ganzen Tag...

Nein. Grundsätzlich gibt der Faktor an, wie viel länger man in der Sonne bleiben kann im Vergleich zum ungeschützten Zustand, wenn man keine Sonnencreme aufgetragen hat. So kann man sich theoretisch mit Sonnenschutzfaktor 15 einreiben und dadurch circa 3,75 Stunden in der Sonne aufhalten.

Allerdings ist das nur Theorie. Denn schon durch Schwitzen und bereits leichten Abreibungen sinkt der Wert des Sonnenschutzfaktor zusätzlich. Daher kann man grundsätzlich davon ausgehen, dass ein Sonnenschutzmittel gerade mal die Hälfte des auf der Packung ausgeschriebenen Faktors erreicht.

So schnell kriege ich schon keinen Sonnenbrand...

Das stimmt so nicht. Schon bei nur einigen Minuten auf dem Fahrrad oder zu Fuß macht es Sinn, sich an warmen Tagen einzucremen. Denn je nach Hauttyp und Sonnenintensität können schon 15-20 Minuten an der frischen Luft zu Verbrennungen führen. Um sich davor zu schützen, kann man vor Verlassen des Hauses checken, wie stark die Sonnenintensität. Die lässt sich am UV-Index ablesen, den man leicht im Internet für den eigenen Standort und tagesaktuell finden kann. Unter anderem auch beim Bundesamt für Strahlenschutz.

© Screenshot: Bundesamt für Strahlenschutz 2020
© Screenshot: Bundesamt für Strahlenschutz 2020

Kleidung schützt ausreichend vor der Sonne...

Nur bedingt. Die Sonnenstrahlen können auch durch den Stoff hindruch dringen, besonders bei heller, lockerer Kleidung. So hat zum Beispiel ein weißes Baumwoll-Shirt nur einen Lichtschutzfaktor von 3 bis 4. Je dunkler die Kleidung also ist, desto stärker ist der Schutz vor den UV-Strahlen. Es gibt aber auch extra spezielle Sonnenschutz-Kleidung. Die ist mit speziellen Lichtschutzsubstanzen imprägniert. So gelangen fast keine UV-Strahlungen in die Haut.

Die Sonnencreme vom letzten Jahr ist noch brauchbar...

Stimmt nur teilweise. Wenn sich am Ende des Sommers also noch viel Creme in einer Tube befindet und das Verfallsdatum in weiter Ferne liegt, kann man die Reste am besten im Kühlschrank oder im kalten Keller aufbewahren. Vor dem ersten Anwenden in der nächsten Saison kontrolliert man die Sonnencreme dann erneut: Haben sich Farbe, Konsistenz und Geruch verändert? Wenn ja, gehört der Sonnenschutz in den Müll.

Sonnenschutzmittel, bei denen das Haltbarkeitsdatum bereits überschritten ist, sollten nicht mehr genutzt werden, da sich die UV-Schutz-Filter mit der Zeit zersetzen. Somit ist kein wirksamer Sonnenschutz mehr geleistet.

Nur Menschen mit Glatze bekommen einen Sonnenbrand auf dem Kopf...

Das stimmt nicht! Tatsächlich kann jeder Sonnenbrand auf der Kopfhaut bekommen. Dabei ist besonders der Bereich am Scheitel oder Haarwirbel gefährdet. Daher gilt: Beim sonnen sollte auch die Kopfhaut vor Sonnenstrahlen geschützt sein. Neben den klassischen Kopfbedeckungen können auch Sonnensprays aufgetragen werden. Der feine Sprühnebel der Sprays fettet dabei nicht. So sieht die Frisur weiterhin gut aus und die Kopfhaut ist geschützt.

Auch Hausmittel helfen gegen einen Sonnebrand...

Ja, manche Hausmittel können helfen. Als erstes gilt bei einem Sonnenbrand: Raus aus der Sonne und kühlen. Das geht gut unter der Dusche oder mit einem feuchten Handtuch. Wenn man unter Herz-Kreislauferkrankungen leidet oder die Haut durch die Sonne sehr erhitzt ist, sollte man lieber lauwarmes Wasser verwenden. Anschließend greifen dann viele, neben After-Sun-Cremes, zu Hausmitteln.

Aber Vorsicht, Apfelessig, Zitrone oder Salz hilft NICHT bei sonnengeschädigter Haut. Da lieber zu Umschlägen mit Quark oder kaltem Tee greifen. Das wirkt kühlend und lindert die Schmerzen.

Diese Sonnenschutzmittel haben sich kaum bis gar nicht durchgesetzt...

UV PATCH

Ein digitaler Hautsensor, der das Verhalten an der Sonne verbessern und Sonnenbrände vermindern soll. Der UV Patch hat lichtempfindliche Sensoren, die UV-Strahlen empfangen und das Strahlungsniveau der Strahlen währen der Sonnenbestrahlung angeben soll. Bis zu 5 Tage kann man den Patch auf dem Handrücken tragen. Durch eine dazugehörige App weiß man dann, wann man dringend wieder in den Schatten springen sollte oder sich erneut mit Sonnencreme eincremen muss. Durchgesetzt hat sich der UV-Patch anscheinend nicht. Auf Amazon ist er "Derzeit nicht verfügbar." Allerdings scheint es einen Nachfolger der gleichen Firma zu geben. Er ist exklusiv bei Apple erhältlich.

GLITZER SONNENCREME

Für viele der perfekte Begleiter in die Festival-Saison. Ob in Pink, Gold oder Regenbogen, - Mit dem glitzernden Sonnenschutz fällt man definitiv auf. Zudem haben die meisten Glitzer-Lotionen auch noch einen leichten Duft. So schützt man nicht nur die Haut vor den Sonnenstrahlen, sondern fällt auch noch auf.

NEON SONNENCREME

Und wem die Welt noch nicht genug glitzert, der kann sich auch noch in Neon hüllen. So bleibt man auch in der Dunkelheit immer sichtbar. Die Neon Sonnencreme hat meist Lichtschutzfaktor 50 und fruchtig parfümiert. Da riecht man dann unter anderem nach Mango, Blaubeere oder Banane. Sicher DER Hingucker auf jeder Party.

TRINKBARE SONNENCREME

Die US-Firma „Osmosis Skincare“ hatte vor einigen Jahren die trinkbare Sonnencreme auf den Markt gebracht. Bis zum Lichtschutzfaktor 30 soll die trinkbare Sonnencreme, die es auch in Kapselform gibt, schützen. Die flüssigen Moleküle sollen dabei von innen nach außen auf die Haut treten und so 97 Prozent aller UV-Strahlen abwehren. Alle vier Stunden sollen dann zwei Milliliter getrunken werden und dann heißt es eine Stunde warten, ehe man in die Sonne geht.

Allerdings ist Vorsicht geboten. Das Produkt ist von keinem Hautarzt offiziell als wirksam bestätigt worden und kann auch keinen aufgetragenen Sonnenschutz ersetzen.

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