Tipps vom Finanzexperten zum Geldanlegen

Zurzeit bringt es offenkundig nicht viel, sein Geld auf der Bank zu parken. Es gibt schlichtweg keine Zinsen. Welche Alternativen lohnen sich überhaupt noch?

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Es gibt viele verschiedene Wege, Geld in der modernen Zeit anzulegen, beziehungsweise für das Leben im hohen Alter zu sparen. Nur welcher Weg ist der Richtige? Finanzexperte Hermann-Josef Tenhagen, Chefredakteur bei finanztip.de befasst sich täglich mit diesen Fragen. Seine Tipps und Regeln haben wir hier zusammengefasst.

Gold keine klassische Geldanlage

Wer überlegt, sein Geld in Gold umzuwandeln, sollte sich darüber im Klaren sein, dass Gold als klassische Geldanlage nicht gezählt wird, so Tenhagen. Denn: "Es vermehrt sich nicht und ist nicht produktiv." Zwar sei es nicht komplett wertlos, da es vielleicht für eine große Finanzkrise wieder sehr hilfreich werden könnte.

Allerdings gebe es auch in einer solchen Krise andere, bessere Alternativen: "Ich würde persönlich in einer solchen Krise eher einen Schrebergarten zulegen. Der ist einfach produktiver, denn die Äpfel und Birnen kann man essen - Gold nicht", sagt der 56-Jährige.

Finger weg von Krypto-Währungen

Aktien, oder auch Tradingmöglichkeiten schließt der Finanzexperte für Sparinteressierte aus.©
Aktien, oder auch Tradingmöglichkeiten schließt der Finanzexperte für Sparinteressierte aus.
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Häufig ist die Rede von Bitcoins, binären Optionen oder allgemein Krypto-Währungen. Doch macht es überhaupt Sinn, sich mit diesen neuen Methoden des "Tradings" zu befassen. Klare Meinung des Finanzexperten: Nein! "Das ist Zockerei. Gehen Sie lieber auf die Rennbahn. Ernsthaft: Das ist keine sinnvolle Geldanlage."

Vernünftiges Sparen braucht seine Zeit

Wer beim Sparen sich erst einmal schlau machen möchte, dem rät Tenhagen dazu, sich nicht nur bei der eigenen Bank zu informieren. "Die Banken leben davon, dass sie Dinge verkaufen." Bisher würden nur wenige Banken ihre Beratungen in Rechnung stellen.

Ratsam wäre es deshalb, sich bei externen Beratern, der Verbraucherzentrale oder anderen Geldinstituten zu informieren um sich dann anschließend zu entscheiden. Zusammengefasst hieße das: Wer in Zukunft sein Geld anlegen will, für das Rentenalter vorsorgen möchte oder einfach nur sparen will, solle sich laut des Experten immer bewusst machen, dass all dies viel Zeit in Anspruch nimmt.

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